Emotionale Intelligenz: Definition – Eigenschaften – Auswirkungen

Sie kennen den Begriff: „Emotionale Intelligenz“. Sie halten sich sicherlich ebenfalls für emotional intelligent – man ist ja schließlich intelligent! Wir schreiben, lesen, rechnen und folgern daraus ein entsprechend gleich hohes Niveau an emotionaler Kompetenz. Doch das ist eine Illusion…

Was ist emotionale Intelligenz?

Emotianale Intelligenz Was wir in der Umgangssprache als Intelligenz bezeichnen, ist eine Eigenschaft, die es uns ermöglicht, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dies ist in vielen Lebensbereichen von Vorteil – wirtschaftlich, strategisch, militärisch. Aktuelle Studien zeigen, dass es analog zur rationalen Intelligenz eine emotionale Intelligenz gibt, die im zwischenmenschlichen Bereich wirkt. Diese Studien zeigen, dass sowohl privater, als auch beruflicher Erfolg von emotionaler Intelligenz und weniger von rationaler Intelligenz abhängt.

Die Frage „Wie gut ist meine emotionale Intelligenz entwickelt?“ stellen sich nur wenige, denn die meisten schreiben sich selbst einen hohen EQ zu in der Annahme, wer einen hohen IQ hat, besitzt auch einen entsprechend hohen EQ.

Sowohl rationale, als auch emotionale Intelligenz kann durch standardisierte Tests neutral gemessen werden. IQ = 100 bedeutet durchschnittliche logische Kompetenz, EQ = 100 bedeutet durchschnittliche emotional – soziale Kompetenz. Auf diesen Standard hat sich die experimentelle Psychologie weltweit geeinigt. Wer 130 oder 160 hat ist besonders emotional intelligent. Die Studien zeigen, dass Frauen in der Regel einen höheren EQ haben. Gesichert gilt auch die These, dass ein gut entwickelter IQ nicht automatisch einen entsprechend hohen EQ bedeutet.

Ein höherer trainierter EQ, führt zu einer höheren Belastbarkeit bei Stress – Situationen. Emotionale Intelligenz und die damit verbundene bessere Balance und Stabilität sorgt für höhere Zufriedenheit und macht Menschen glücklicher. Dies hat sehr positive Auswirkungen sowohl im Beruf, als auch im Privatleben.

Menschen mit hohem EQ können sich auf Verhandlungen, Konflikte, Meinungsverschiedenheiten besser einstellen und schneller Lösungsstrategien entwickeln. Sie setzen sich im allgemeinen besser und konsequenter durch und erreichen gesteckte Ziele schneller und erfolgreicher. Ein guter EQ hilft auch im Umgang mit sich selbst. Emotionale Kompetenz ist ein wirksames Verteidigungskonzept gegenüber Menschen, die deren EQ missbrauchen, um sich dadurch Vorteile zu verschaffen.

Wie man emotionale Intelligenz trainieren kann

Wie findet man heraus, ob man emotional intelligent ist? Wie kann man EQ trainieren? Zuerst braucht es Faktenwissen zur emotionalen Intelligenz. Es ist eine exakte Definition des EQ notwendig. Der nächste Schritt ist die Erkenntnis, dass Gedanken unsere Gefühle beeinflussen. Dazu ein Beispiel: stellen sie sich eine traurige Begebenheit vor und sie werden feststellen, dass sie tendenziell etwas trauriger werden. Denken sie hingegen an ein positives Ereignis, werden sie spüren, wie sich ihre Stimmung aufhellt. Dies gilt auch für die Körperspannung: in dem Moment, in dem sie sich gerade aufrichten, den Kopf heben, spüren sie ein Gefühl der Kraft und Stärke.

Eine weitere gute Übung ist das „sich in den anderen hineinversetzen“. Diese Übung nennt man im engl. „to develop a theory of mind T.O.M)“ Was mag in dem anderen vorgehen? Die nächste Phase ist das Verschieben von Gedanken und der eigenen Erfahrung, dass diese bewussten Verschiebungen die eigene aktuelle Gefühlskonstellation entsprechend verstellen. Dies führt schließlich zur Entwicklung hoher Achtsamkeit und der Sensibilität zu erkennen, was mit einem selbst aktuell geschieht.

Menschen mit hohem EQ kann man daran erkennen, dass sie mit einem selbst sehr schnell synchron sind.

Den EQ kann man folgendermassen trainieren und weiter entwickeln:

  • Zeitfenster für EQ Übungen definieren
  • Ursache – Wirkung – Prinzip trainieren. Achte auf den Zusammenhang zwischen Gedanken und Gefühlskonstellation
  • Bewusste Verschiebung von Gedanken hin zu positiven Emotionen
  • Keine Bewertungen durchführen, sondern sich in diesen Übungen „fallen lassen“ und schauen, was passiert
  • Lernen sie Emotionskategorien (Container – System© Hahn & Partner)
  • Trainierte Emotionsregulation, wirkt automatisch auf Mitmenschen (durch Spiegelneurone)

Regelmäßiges Training dieser Empfehlungen führt, im Unterschied zur Einschätzung von Psychologen, bereits nach einer Woche zu einer deutlichen Steigerung der emotionalen Intelligenz. Der Trick dabei ist, dass man das Wesen und die Eigenschaften emotionaler Intelligenz benennen muss. Ist dieses Level erreicht, können sich leicht Strategien entwickeln, die zu ähnlich schnellen Ergebnissen führen, wie das Lernen technischer Sportarten (Tennis, Ski etc.), Fachmännische Anleitung ist dabei eine Voraussetzung für einen hohen und richtigen Umsetzungsgrad.

Anlass für diesen Bericht ist eine Reportage im Hörfunk HR1 Mitte Januar 2014 in der es um emotionale Intelligenz ging.

Das genannte Thema ist Bestandteil in folgendem Training

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